Gemeinsame Pressemitteilung der Gemeinde Niederalteich und der Stadt Osterhofen zur Donaufähre
Gemeinsame Pressemitteilung
der Gemeinde Niederalteich und der Stadt Osterhofen
Donaufähre: Wir arbeiten gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunftslösung
Die Donaufähre zwischen Niederalteich und Thundorf verbindet seit Jahrzehnten Menschen, Gemeinden und unsere Heimat. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist sie weit mehr als ein Verkehrsmittel: sie ist ein Stück Heimat und ein wichtiger Bestandteil der regionalen Infrastruktur.
Umso bedauerlicher ist es, dass die Fähre derzeit aufgrund eines erheblichen technischen Defekts außer Betrieb ist. In den vergangenen Wochen haben sich die Gemeinde Niederalteich und die Stadt Osterhofen intensiv mit der Situation befasst. Wesentliche strukturelle Herausforderungen welche bestehen, möchte man nun gemeinsam lösen.
Die Fähre stammt aus dem Jahr 1992 und entspricht in verschiedenen Bereichen in wenigen Jahren nicht mehr den notwendigen technischen und betrieblichen Anforderungen. Hinzu kommen die zunehmenden Einschränkungen durch Niedrigwasser sowie der absehbare Investitionsbedarf in den kommenden Jahren.
Vor diesem Hintergrund haben sich beide Kommunen bewusst gegen eine kurzfristige Reparaturlösung entschieden. Stattdessen soll die Gelegenheit genutzt werden, die gesamte Zukunft der Fährverbindung gemeinsam und ergebnisoffen zu betrachten.
Den Verantwortlichen beider Kommunen ist bewusst, welche Bedeutung die Fähre für Pendler, Radfahrer, Touristen und die Bevölkerung auf beiden Donauseiten besitzt. Gerade deshalb soll keine Entscheidung getroffen werden, die lediglich kurzfristig Abhilfe schafft, aber in wenigen Wochen erneut hohe Investitionen erforderlich macht.
Aus diesem Grund haben die Gemeinde Niederalteich und die Stadt Osterhofen gemeinsam entschieden, den Fährbetrieb in der Saison 2026 nicht mehr aufzunehmen.
Diese Entscheidung ist beiden Kommunen nicht leichtgefallen. Sie schafft jedoch die notwendige Planungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die weiteren technischen, finanziellen und förderrechtlichen Planungen. Hinzu kommt, dass aufgrund der derzeitigen Niedrigwassersituation auf der Donau ein Fährbetrieb aktuell ohnehin nicht möglich wäre.
Die aktuelle Situation bestätigt, dass neben der technischen Zukunftsfähigkeit auch die Auswirkungen extremer Wasserstände künftig stärker berücksichtigt werden müssen.
Bürgermeister Pursch und Bürgermeister Etschmann sind sich einig, dass eine Investition dieser Größenordnung mit Weitblick erfolgen muss. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die den Menschen in der Region dauerhaft dient und den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.
Die Gemeinde Niederalteich und die Stadt Osterhofen werden die Öffentlichkeit über die weiteren Entwicklungen regelmäßig informieren. Sobald belastbare Ergebnisse aus den laufenden technischen und finanziellen Prüfungen vorliegen, werden diese transparent vorgestellt.
Beide Kommunen bitten die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis dafür, dass dieser Prozess Zeit benötigt. Die Zukunft der Donaufähre soll nicht unter Zeitdruck, sondern auf einer fundierten Entscheidungsgrundlage entschieden werden.
gez.
Bürgermeister Julien Pursch
Gemeinde Niederalteich
Bürgermeister Thomas Etschmann
Stadt Osterhofen